,Kultur als Zuflucht'
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Sowohl
aus den Konzentrations- wie auch aus den Strafgefangenen- und den
Kriegsgefangenenlagern im Emsland 1933 bis 1945 sind zahlreiche künstlerische
Häftlingsarbeiten überliefert. Teilweise geduldet oder gar gefördert durch
Wachleute, häufig aber auch verbotenerweise entstanden durch die Lagerinsassen
Zeichnungen, kunstvoll verzierte Postkarten und Briefe, aus Mooreiche
geschnitzte Schachspiele, Figuren und andere Objekte oder Gedichte. Für die
Gefangenen bedeutete diese künstlerische Beschäftigung eine Ablenkung von dem
oft unmenschlichen Lageralltag und der Schwere der Arbeit.
In der
Wechselausstellung werden zahlreiche Arbeiten gezeigt, die dem DIZ in drei
jahrzehnten von ehemaligen Gefangenen oder Angehörigen überlassen wurden.
Hierzu gehören die von 1937 bis 1939 in den Lagern entstandenen Aquarelle,
Bleistiftzeichnungen und Papierschnitte des Solinger Moorsoldaten Ernst Walsken
und die 1934 im Lager Brual-Rhede gefertigten Zeichnungen des Hildesheimers
Wilhelm Henze. Erläuternde Texte und Häftlingserinnerungen dokumentieren die
Bedingungen im Lager und die Bedeutung von künstlerischer Beschäftigung im
Lageralltag.
Diese
Ausstellung des DIZ wird vor dem Umzug in die Räume der neuen Gedenkstätte
Esterwegen zum letzten Mal in ihrer jetzigen Zusammenstellung gezeigt
werden.
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Die Sonderausstellungen sind im zweiten Ausstellungsraum des DIZ zu sehen. Unabhängig von ihrer Präsentation wird ganzjährig die Dauerausstellung zur Geschichte der Emslandlager 1933 bis 1945 gezeigt. |