Veranstaltungen des DIZ 

Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager

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Vortrag

Kurt Buck (DIZ)

Die Geschichte der Emslandlager

Sonntag, 6. Februar 2011, 15.00 Uhr

Ort: DIZ Emslandlager, Wiek rechts 22, Papenburg

Anhand von historischen Aufnahmen wird ein Überblick über die ab 1933 von den Nationalsozialisten im Emsland eingerichteten Gefangenenlager gegeben. Sie fungierten in unterschiedlichen Phasen als Konzentrations-, Strafgefangenen- und Kriegsgefan­genen­lager für insgesamt mehr als 200.000 Menschen aus vielen Staaten Europas.

Eintritt: 3,00 Euro

Eine Veranstaltung des DIZ in Kooperation mit der Volkshochschule Papenburg

 


 

Lesung mit Musik

Anne Galle

„Rabenzeit“

Sonntag, 20. Februar 2011, 15.00 Uhr

Ort: DIZ Emslandlager, Wiek rechts 22, Papenburg

Die Autorin Anne Galle aus Aurich stellt ihr Buch „Rabenzeit“ vor. In dieser Erzählung geht es vor allem um die Frage „Wie vergangen ist der Krieg?“.

Elga und ihre Geschwister, in den Kriegsjahren aufgewachsen, leiden unter ihrem selbstgerechten und jähzornigen Vater. Die Mutter schweigt und macht mit. Schwarze Pädagogik – Rabenzeit. Als Artur, der jüngste Sohn, viele Jahre später die Beerdigung des Vaters meidet und mit der Familie bricht, gerät Elga ins Straucheln. Sie verfängt sich in Kindheitserinnerungen, droht sich im Gestrüpp ihrer Erziehung zu verlieren. Ihr Mann versteht nicht, warum sie ihr Leben in Frage stellt. Und so sehr sie sich bemüht, auch Artur will nichts mehr mit ihr zu tun haben. Elga steht vor der Alternative, ihre Träume zu ignorieren oder ihren eigenen Weg zu finden. 

Die Musikerin Rahel Bach, ebenfalls aus Aurich, spielt dazu sehr einfühlsam ausgewählte Blockflötenmusik.

Eintritt: 5,00 €

Eine Veranstaltung des DIZ in Kooperation mit der Volkshochschule Papenburg

 


 

Schulvorstellung der Landesbühne Wilhelmshaven

Die Ermittlung

Donnerstag, 24. Februar, 19.30 Uhr

Ort: Forum Alte Werft – Theater

Nach Ende des Krieges herrscht in Deutschland Schweigen, das Grauen der Konzentrationslager ist ein unbequemes Thema. Stockend, qualvoll ist die Erinnerung der Opfer an die Demütigungen, als die Zeugen im Frankfurter Auschwitz-Prozess gegen 18 Aufseher und Ärzte des ehemaligen Todeslagers aussagen.

Unter den Zuhörern sitzt Peter Weiss und komprimiert später die Gerichtsprotokolle zu einem "Oratorium in 11 Gesängen". So entsteht nach und nach ein Bild aus der Hölle. Anhand des konkreten Einzelschicksals wird spürbar, dass der Horror des Lagers alle Betroffenen, Opfer wie Täter, auf Lebenszeit seelisch deformiert hat.

Die Ermittlung ist ein gewaltiger Klagegesang, ein schmerzhaftes Plädoyer für die Menschlichkeit, eine mahnende Stimme gegen jede Form der Unterdrückung.

Eintritt: 5,00 €

Veranstaltung des Kulturkreises Papenburg in Zusammenarbeit mit dem DIZ

 


 

Wochenendseminar

der Historisch-Ökologi­schen Bildungsstätte (HÖB) Emsland in Papenburg e.V. in Zusammenarbeit mit der Interes­sengemeinschaft nieder­sächsischer Gedenkstätten und Initiativen zur Erinnerung an die NS-Verbrechen

Begegnungen mit Menschen und Tatorten 1933 - 1945

Freitag, 25. Februar, 2011, 17.00 Uhr bis
Sonntag, 27. Februar 2011, 13.30 Uhr

Ort: Historisch-ökologische Bildungsstätte (HÖB), Spillmannsweg, Papenburg

Im Fokus der öffentlichen Wahrnehmungen von und Erinnerungen an nationalsozialistische Verbrechen und deren Opfer stehen häufig nur bestimmte Opfergruppen und Tatorte. Auf dem Gebiet des heutigen Landes Niedersachsen gilt der Name Bergen-Belsen als Symbol für die Verbrechen der NS-Zeit und für die massenhafte Inhaftierung und Ermordung insbesondere von europäischen Juden.

Seit den 1980er Jahren entstanden überwiegend durch bürgerschaftliches Engagement und oft mit Unterstützung ehemaliger Häftlinge an zahlreichen Orten unseres Bundeslandes sich häufig in privater Trägerschaft befindliche Gedenkstätten oder Initiativen, die sich mit einzelnen Opfergruppen beschäftigen. Damit rückten nicht nur vorher weitgehend unbekannte Tatorte in das Blickfeld der überregionalen Öffentlichkeit. Durch die Präsenz von Überlebenden bei Gedenkfeiern und ihre Einbeziehung in die Gedenkstättenarbeit als wichtigste Zeitzeugen kamen Schicksale ans Licht, die weniger bekannte Facetten des Ausmaßes von Unterdrückung, Ausgegrenztheit, Entwürdigung, Verfolgung, Inhaftierung und Ermordung von Menschen aus ganz Europa erkennbar werden lassen.

Im Mittelpunkt des Seminars stehen Begegnungen mit Schicksalen von Menschen und mit Tatorten. Ihre Hinterlassen­schaften lassen Ausmaße des damaligen Terrors und der Zwangsmaßnahmen erahnen. Gleichzeitig sollen unterschiedliche Ansätze der Erinnerungs- und Vermittlungsarbeit vorgestellt und diskutiert werden.

Anmeldung und nähere Informationen:
HÖB; Telefon : 04961 / 9788 – 0; Fax : 04961 / 9788 – 44
E-Mail : info@hoeb.de; Internet: www.hoeb.de

 


 

Bebilderter Vortrag
an der Volkshochschule Lingen

Kurt Buck (DIZ)

Die Geschichte der Emslandlager

Donnerstag, 24. März 2011, 19.00 Uhr

Ort: VHS Lingen, Am Pulverturm, Raum 21

Anhand von historischen Aufnahmen wird ein Überblick über die ab 1933 von den Nationalsozialisten im Emsland eingerichteten Gefangenenlager gegeben. Sie fungierten in unterschiedlichen Phasen als Konzentrations-, Strafgefangenen- und Kriegsgefan­genen­lager für insgesamt mehr als 200.000 Menschen aus vielen Staaten Europas.

Anmeldung bei der Volkshochschule Lingen erforderlich (Tel. 0591-91202-122).

TN-Gebühr: 8,00 €

 


 

Tagesfahrt zur Gedenkstätte Bergen-Belsen

für Deutsche und Niederländer

Sonnabend, 9. April 2011

Ende Oktober 2007 wurde auf dem Gelände der Gedenkstätte Bergen-Belsen ein neues Ausstellungs­gebäude eröffnet. Hier werden drei Dauerausstellungen gezeigt: zur Geschichte des Kriegsgefangenen­lagers Bergen-Belsen, des Konzentrationslagers Bergen-Belsen und des DP-Camps Bergen-Belsen. Auch das Gelände soll wieder „lesbar“ gemacht werden.

Im Rahmen einer mehrstündigen Führung (in zwei Gruppen, je eine Führung in deutsch und in niederländisch) werden die neuen Ausstellungen besichtigt und das Gelände des ehemaligen Lagers begangen werden.

Abfahrt NL-Emmen 7.30 Uhr; Abfahrt Papenburg 8.30 Uhr; Rückankunft Papenburg ca. 19 Uhr, Emmen ca. 20 Uhr
TN-Gebühr: auf Anfrage (inkl. Busfahrt u. Führung)
Anmeldung bis Freitag, 01.04.2010 beim DIZ Emslandlager (Tel. 04961-916306)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der niederländischen Stichting Over-en-Weer/Hin-und-Zurück (Emmen) und der Volkshochschule Papenburg.

 


 

Bebilderter Vortrag und Exkursion zur Gedenkstätte Esterwegen (im Aufbau)

Kurt Buck (DIZ)

Das Konzentrationslager Esterwegen 1933-1936

Sonntag, 22. Mai 2011, 14.00 – 17.30 Uhr

Ort: DIZ Emslandlager, Wiek rechts 22, Papenburg

Esterwegen – „Die Hölle am Waldesrand“, so wurde das im Jahr 1933 durch die Nationalsozia­listen eingerichtete zweite Konzentrationslager im Emsland von den Lager­insassen, den „Moorsoldaten“, genannt. Bis zu seiner Auflösung und „Verlegung“ nach Sachsenhausen drei Jahre später war es neben Dachau das größte KZ im Deutschen Reich.

Nach einem bebilderten Vortrag zur Geschichte dieses frühen Konzentrationslagers werden die Begräbnisstätte Esterwegen und das Gelände des ehemaligen Lagers, die im Aufbau befindliche Gedenkstätte Esterwegen, besucht (Exkursion in privateigenen PKW).

TN-Gebühr: 7,00 €
Anmeldung bis Freitag, 13.05.2010 beim DIZ Emslandlager (Tel. 04961-916306)

Eine Veranstaltung des DIZ in Kooperation mit der Volkshochschule Papenburg

 


Diese Webseite wird regelmäßig aktualisiert und gibt stets den aktuellen Stand wieder. Hinweise auf eventuelle weitere Veranstaltungen können auch im DIZ (Tel. 04961-916306) erfragt oder der Tagespresse entnommen werden.

 

Stand: Januar 2011