Das DIZ bietet zur Zeit drei Ausstellungen zur Ausleihe an:
Warten auf die Freiheit
Originale
Zeichnungen, Aquarelle und Papierschnitte des
Moorsoldaten Ernst Walsken 1935-1939
Der 1993 verstorbene Solinger Künstler Ernst Walsken war von 1935 bis Anfang
1937 als politischer Gefangener zunächst in verschiedenen Zuchthäusern und
Untersuchungsgefängnissen inhaftiert. 1937 wird er dann in das Emslandlager VII
Esterwegen transportiert und kurze Zeit später in das Lager II Aschendorfermoor
verlegt.
Hier, in den Moorlagern, entsteht der Großteil seiner in Gefangenschaft insgesamt
gefertigten 122 kleinformatigen Zeichnungen, Aquarelle und Papierschnitte.
Ernst Walsken zeichnete die Landschaft und die Arbeit der Gefangenen im Moor. Die meisten seiner Bilder aber zeigen seine Freunde, die ihn umgaben und die sein Zeichnen trotz strengen Verbots erst ermöglichten. Einige von ihnen konnten die Bilder aus dem Lager herausschmuggeln.
Im Sommer 1996 erwarb das DIZ Emslandlager in Papenburg von der Familie Walsken die Sammlung, die Ernst Walsken "Warten auf die Freiheit" betitelte.
Die Wanderausstellung umfasst ca. 50 Zeichnungen und 10 Papierschnitte in Bilderahmen (Rahmengröße 31,5cm x 41,5cm) und ca. 20 kleine Tafeln (randlose Rahmen in unterschiedlichen Größen) mit kurzen Texten von Ernst Walsken über seine Haftzeit, das Lagerleben, die Arbeit im Moor und über die Entstehung der Bilder. Diese Texte schrieb er 1984 für sein Buch "Warten auf die Freiheit".
(Umfang: ca. 35 Meter lfd. Fläche).
Ausleihgebühr: 200,00 Euro für die ersten vier Ausstellungswochen; 25,00 EUR für jede weitere Woche (für Schulen gelten Sonderkonditionen)
Der Transport (im PKW möglich) ab/bis Papenburg bzw. ab dem
vorherigen Ausstellungsort sowie Auf- und Abbau der Ausstellung haben durch den
Leihnehmer zu erfolgen.
Weiterhin ist für den Transport und die Leihdauer eine Versicherung abzuschließen.
Die Emslandlager 1933-1945
Die Wanderausstellung des Dokumentations- und Informationszentrums (DIZ) Emslandlager in Papenburg umfasst:
Mögliche Ergänzungen:
Weiterhin können zur Verfügung gestellt werden (sofern der Ausstellungsraum gesichert ist, z.B. durch Beaufsichtigung und abschließbare Vitrinen):
Ausleihgebühr: 100,00 Euro (für Schulen gelten Sonderkonditionen)
Der Transport (bei Mitnahme des Lagermodells Aschendorfermoor
mindestens VW-Bus, besser Ford Transit) ab/bis Papenburg bzw. ab dem vorherigen
Ausstellungsort sowie Auf- und Abbau der Ausstellung haben durch den Leihnehmer
zu erfolgen.
Weiterhin ist für den Transport und die Leihdauer eine Versicherung abzuschließen.
Befreit, aber nicht in Freiheit
Displaced Persons zwischen Weser und Ems
1945-1950
Zum Zeitpunkt der Befreiung im Mai 1945 lebten in Deutschland mehr als 7 Millionen Menschen, die als Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, KZ-Häftlinge oder Kriegsgefangene in das Deutsche Reich verschleppt worden waren. Die Alliierten bezeichneten sie als "Displaced Persons" (DPs).
Zwischen Weser und Ems befanden sich mehr als 190.000 DPs, untergebracht in ehemaligen Gefangenenlagern, Wehrmachtskasernen und in beschlagnahmten Wohnhäusern. Viele von ihnen konnten nicht heimkehren und lebten weiterhin jahrelang im Lager, bevor sie zumeist in Übersee eine neue Heimat fanden. So wurden DP-Lager in Oldenburg und Lingen/Ems erst Mitte der 1950er Jahre aufgelöst. Noch heute lebt eine geringe Anzahl von DPs als sogenannte "heimatlose Ausländer" in Deutschland.
Die von Andreas Lembeck konzipierte Ausstellung zeigt bisher unveröffentlichte Fotos ebenso wie Karten und Dokumente aus deutschen und ausländischen Archiven.
Die Wanderausstellung umfasst 25 Schrift- und Bildtafeln (in Bilderrahmen 50x70 cm, zur Aufhängung auf Bilderhaken; ca. 20 Meter lfd. Fläche).
Ausleihgebühr: 100,00 Euro (für Schulen gelten Sonderkonditionen)
Der Transport ab/bis Papenburg bzw. ab dem vorherigen Ausstellungsort
sowie Auf- und Abbau der Ausstellung haben durch den Leihnehmer zu erfolgen.
Weiterhin ist für den Transport und die Leihdauer eine Versicherung abzuschließen.